RKI: Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung hoch

Das Robert-Koch-Institut (rki) hat heute die Risiko-Einschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung angepasst: Es wird jetzt als hoch eingeschätzt. Grund dafür seien die steigenden Fallzahlen und die „Alarmsignale“ aus den öffentlichen Gesundheitsdiensten und Krankenhäusern. Europa sei aktuell im Fokus der Pandemie – gemessen an der Dynamik der gemeldeten Fälle.

Die Patienten in Deutschland sind zwischen 0 und 95 Jahren, im Mittel sind sie 46 Jahre alt. 56% der Patienten sind männlich, 44% sind weiblich.

Das rki betonte erneut, dass die Verbreitung des Coronavirus aktuell nicht gestoppt werden kann. Ziel und Zweck aller Maßnahmen sei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und eine bestmögliche Versorgung der Erkrankten zu ermöglichen. Erschwerend dafür ist, dass zunehmend die Fälle nicht mehr auf bekannte Fälle zurückgeführt werden können. Trotzdem sei es oberste Priorität, die Infektionsketten zu unterbrechen. Das rki geht davon aus, dass die tatsächlichen Erkrankungszahlen höher sind, als die gemeldeten Fälle.

Kliniken müssen sich jetzt unbedingt vorbereiten. Dies betreffen auch Kliniken, die bisher nur wenig betroffen sind. Die Zahl der Intensivbetten müsse mindestens verdoppelt werden.

Priorität hat die Eindämmung: Jede Person die isoliert wird, jeder Kontakt der vermieden wird, verlangsamt die Verbreitung des Virus. Es muss dafür gesorgt werden, dass nicht zu viele Schwerstkranke gleichzeitig in den Kliniken behandelt werden müssen.

Das rki appeliert: Halten Sie sich an die Hygienemaßnahmen, halten Sie Abstand zu anderen Menschen, halten Sie eventuelle Quarantäne-Maßnahmen ein, bleiben Sie wenn möglich Zuhause.