AWO erlässt Gebühren für Notbetreuung

Die AWO AJS gGmbH – Betreiber von rund 150 Kindergärten in Thüringen – hat entschieden, die Betreuungs- und Verpflegungsentgelte auch bei den Eltern auszusetzen, die ihre Kinder in die Notbetreuung geben. Landesweit besuchen im Durchschnitt etwa 250 Kinder eine Notfallbetreuung bei der AWO.

Der Kita-Pakt des Bildungsministeriums hatte die Aussetzung bisher nur für die Eltern geregelt, die ihre Kinder nicht in die Kita geben können. Eltern in Notfallbetreuung sind von der Finanzierung des Landes ausgenommen.

„Pflegekräfte, Polizisten, Ärzte, Beschäftigte des Einzelhandels und viele andere Menschen, die in sogenannter kritischer Infrastruktur arbeiten, halten gerade unsere Gesellschaft am Laufen“, sagt AJS-Geschäftsführer Michael Hack. Oft mit großem persönlichen Einsatz und Risiken für die eigene Gesundheit. „Die AWO AJS gGmbH möchte sich dafür herzlich bedanken und diese Menschen unterstützen.“

Im Monat April werden deshalb weder von Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita bringen konnten, noch von Eltern in Notfallbetreuung Betreuungs- oder Verpflegungsentgelte erhoben. Die Kosten für Letztere übernimmt die AWO.