Triptis 17 Fälle in Senioren-Residenz

In Triptis haben sich die Befürchtungen, die nach der ersten bestätigten Corona-Infektion einer Mitarbeiterin der Senioren-Residenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) aufkamen, bestätigt. Nachdem im Laufe des gestrigen Donnerstag bereits die ersten weiteren positiven Fälle beim Personal gemeldet wurden, erreichten das Gesundheitsamt des Landratsamtes in Schleiz am Abend auch die Ergebnisse der am Mittwoch durchgeführten Tests.

Insgesamt wurden 17 Infektionen mit SARS-CoV2 gemeldet – sieben bei der Belegschaft, zehn bei den Bewohnern des Seniorenheims. Eine Heimbewohnerin wurde nach Angaben der AWO am späten Donnerstagabend ins Krankenhaus in Greiz gebracht. Über Nacht blieb die Situation stabil. „Bei keinem der Bewohner hat sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Es gibt keinen Grund die Senioren ins Krankenhaus zu stecken“, sagte Dr. Torsten Bossert, der Leiter des Pandemiestabs des Landratsamtes am Freitagmorgen.

Auch in der AWO-Seniorenresidenz wurden weitere Maßnahmen getroffen, um den Gesundheitszustand der betroffenen Bewohner genau zu beobachten. Unter anderem gibt es Sichtkontrollen im 15-Minuten-Rhythmus und stündliche Fiebermessungen. Auch Blutdruck und Puls werden regelmäßig gemessen. Das Personal ist angewiesen in der Einrichtung grundsätzlich Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Dass die Stadt Triptis wegen der Häufung der Corona-Fälle abgeriegelt wird ist nicht zu befürchten. Seit Mitte des Monats gibt es in der Einrichtung hohe Sicherheitsmaßnahmen, die unter anderem ein Besuchsverbot beinhalten. Damit standen die Bewohner lediglich mit den Mitarbeitern in direktem Kontakt, deren Wohnorte sich auf ein großes Einzugsgebiet verteilen.