Ramelow mahnt zur Besonnenheit

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat in der Debatte um Lockerungen zur Besonnenheit aufgerufen. „Die Entwicklung der Pandemie ist regional sehr unterschiedlich, auch in den Bundesländern selbst. Entscheidungen, die im Landesinneren funktionieren, führen an den Ländergrenzen zu Problemen. Wenn beispielsweise in Sonneberg plötzlich die Bayern die Baumärkte besuchen oder die Westsachsen in Greiz“, sagte Ramelow der „Süddeutschen Zeitung“.

In Thüringen gebe es Regionen, in denen seit 14 Tagen keine Neuinfektion zu verzeichnen sei – und mit dem Landkreis Greiz zugleich eines der am stärksten betroffenen Gebiete in ganz Deutschland. „Wenn mein Kollege Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt nun Kleingruppen von fünf Leuten erlaubt, ist das mit Blick auf das dortige Fallgeschehen nachvollziehbar. Solange wir gemeinsam die Generallinie halten, und die lautet noch immer: Zurückhaltung.“