TÜV-Kulanz

Wer aufgrund der Corona-Pandemie Schwierigkeiten hat, zeitnah einen Termin für die nächste Hauptuntersuchung zu bekommen, kann jetzt auf die Geduld des Gesetzgebers setzen. Vorübergehend wird allen Fahrzeughaltern eine größere Kulanz gewährt. Ist die sogenannte TÜV-Plakette abgelaufen, bekommen Halter nun vier statt der bisher üblichen zwei Monate Zeit, die Hauptuntersuchung (HU) nachträglich durchführen zu lassen. Erst wenn diese überschritten sind, wird eine versäumte HU künftig geahndet. Allerdings gelten dabei klare Bedingungen: Die Regelung greift nur dann, wenn es aufgrund der Corona-Pandemie bei den Werkstätten und Kraftfahrzeug-Prüfinstitutionen zu starken Einschränkungen der Prüfkapazitäten für die Hauptuntersuchungen kommt, es also an Personal bzw. Terminen mangelt. Die Allgemeinverfügung gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2020. Die Polizei ist entsprechend sensibilisiert.