Thüringer Kurorte

Die Thüringer Kurorte fürchten eine länger anhaltende Corona-Durststrecke. Der Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes Bernhard Schönau sagte MDR Thüringen, voraussichtlich blieben trotz Lockerungen weiterhin viele Gäste aus, „weil sie von den Behörden als Risikogruppe eingestuft werden und soziale Kontakte meiden müssen“. Dann würden weiterhin viele Kuren nicht angetreten, auch wenn Kureinrichtungen wieder öffnen dürften. Das bedeute für die Kurorte Millioneneinbußen bei kosten- und personalintensiver Infrastruktur. Seit Mitte Februar fehlten den 16 Mitgliedsorten bereits Kurtaxe-Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Auch der Verlust bei den Thermalbädern gehe in die Millionen.  

Der Einbruch bei den Gästezahlen trifft die Kommunen gleich mehrfach. Denn sie sind an Kurgesellschaften, Kurmittelhäusern und Thermen beteiligt, haben also laufende Kosten bei weggefallenen Einnahmen zu tragen. Dazu kommt, dass die Gewerbesteuern einbrechen, weil die lokale Wirtschaft vor allem auf Kurgäste und Touristen angewiesen ist.